Naturschätze
Dieses natürliche Pflanzensystem begann sich schon im 15. und 16 Jahrhundert zu verändern, als auf das Gebiet der Schlesischen Beskiden die walachischen Hirtenstämme vordrangen. Sie holzten Wälder ab, um Schafe auf den Almen weiden zu können. Wiederum verursachte die Gründung der Eisenhütte in Ustroń im 18. Jahrhundert, dass Buchen massenhaft gefällt wurden, weil sie für Holzkohleherstellung bestens geeignet waren.
Der größte Reichtum der Natur in unserer Region sind seit Jahrhunderten die Wälder. Ursprünglich waren die Berghänge in den Beskiden vor allem mit Buchen und Tannen bewachsen. Fichten, die heute in so großer Anzahl auftreten, wuchsen nur in den höchsten Bergpartien, u.a.: an den Berghängen vom Baraniej Góra oder am Skrzyczne.
Dieses natürliche Pflanzensystem begann sich schon im 15. und 16 Jahrhundert zu verändern, als auf das Gebiet der Schlesischen Beskiden die walachischen Hirtenstämme vordrangen. Sie holzten Wälder ab, um Schafe auf den Almen weiden zu können. Wiederum verursachte die Gründung der Eisenhütte in Ustroń im 18. Jahrhundert, dass Buchen massenhaft gefällt wurden, weil sie für Holzkohleherstellung bestens geeignet waren. Damals begann man überall die schnell wachsenden Fichten zu pflanzen. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stellte sich allerdings heraus, dass dieser künstlich bepflanzte monokulturelle Fichtenwald eine sehr geringe Immunität gegen Schädlinge hat. Zur Zeit werden deswegen intensive Forstarbeiten geführt, um den ursprünglichen Waldcharakter wieder wiederherzustellen.
An den Hängen des Barania Góra treten bis heute die schönsten und gesündesten Fichten-Exemplare auf. In der Regionalen Genbank der Istebna-Fichte, geführt vom Forstamt Wisła, werden von den Zapfen dieser hochwertigen Bäume Samen gewonnen.
Am nordwestlichen Hang des Barania Góra, in einer Höhe von über 1000 m.ü.d.M., entspringen die Bäche Biała Wisełka und Czarna Wisełka (Weiße und Schwarze Weichsel), die nach ihrem Zusammenfluss den größten polnischen Fluss Wisła (die Weichsel) bilden.
In den Beskiden-Wäldern sind viele Tierarten anzutreffen. Am auffälligsten unter den Säugetieren, sind Rehe, Hirsche und Wildschweine, seltener Raubtiere wie Fuchse und Wölfe. Unter den Jagdvögeln befinden sich Mäusebussarde, Sperber, Habichte. Es sind auch typische Bergarten anzutreffen wie Bergpieper, Ringdrossel und Tannenhäher. An wilden und versteckten Orten lebt das Auerhuhn – der größte und am seltensten auftretende Hühnervogel in Polen, der unter strengem Naturschutz steht. Unter den Reptilien sind die Waldeidechse und die Kreuzotter; an feuchten Tagen ist auch eine farbige Amphibie - der Feuersalamander anzutreffen. Wie Untersuchungen im Einzugsgebiet der oberen Wisła ergaben, leben hier einige Fischarten, darunter die Bachforelle, deren Bestand hauptsächlich durch Aussetzen seit dem 19. Jahrhundert geführten erhalten bleibt.
Allen Naturfreunden, die die Tier- und Pflanzenwelt der Schlesischen Beskiden kennen lernen wollen, empfehlen wir Spaziergänge auf sechs Naturlehrpfaden, die auf dem Gebiet der „Beskiden Fünf” angelegt wurden:
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Der Natur- und Waldpfad Skalica: rund um das Regionale Wald-Zentrum für Ökologische Bildung „Leśnik” in Ustroń Jaszowiec;
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Der Natur- und Waldpfad Czantoria: von der Bergstation der Sesselbahn in Ustroń-Polana zu den Berghütten unterhalb des Gipfels vom Czantoria;
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Der Natur- und Waldpfad Brenna Bukowa – Karkoszczonka: von der PKS- Bushaltestelle in Brenna-Bukowa (Beginn des gelben Wanderweges), am Bach Brennica und seinen Zuflüssen entlang zum Karkoszczonka-Pass;
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Der Natur- und Waldlehrpfad rund um den Berg Bucze: vom Ortszentrum in Górki Wielkie;
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Der Natur- und Waldlehrpfad auf dem Barania Góra: von der Freiwilligen Feuerwehr Wache in Wisła-Czarne, durch das Biała Wisełka-Tal, zum Gipfel vom Barania Góra;
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Der Natur- und Waldlehrpfad „Olza”: vom Zentrum für Ökologische Bildung in Istebna-Dzielec nach Prądowiec.




