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Eine lebendige Tradition

In der ?Beskiden Fünf? werden traditionelle Trachten, Lieder, Bräuche und Handwerk nicht als etwas Oberflächliches betrachtet, was nur in Anwesenheit von Touristen gezeigt wird, sondern sind tief im täglichen Leben verwurzelt. Für viele junge Leute bedeutet die Tradition einen authentischen Lebensstil. Die enorme Lebendigkeit der Tradition kommt besonders in der Musik zum Ausdruck ? auf dem Gebiet der ?Beskiden Fünf? funktionieren über 30 Kapellen und Regionalgruppen, darunter die im In- und Ausland sehr beliebte, mehrmals ausgezeichnete Gruppen: Kinderchor "Równica", Regionalgruppe "Wisła", Regionalgruppe "Istebna", Musikkapelle "Wałasi", Familien-Tanz- und Musikgruppe "Kotarzanie" oder Regionalgruppe "Klimczok". Viele von diesen Gruppen nutzen in den Arrangements den Klang von traditionellen Instrumenten, z.B.: Okarinas, Pfeifen, Hirtenhörner u.a.

In der „Beskiden Fünf” werden traditionelle Trachten, Lieder, Bräuche und Handwerk nicht als etwas Oberflächliches betrachtet, was nur in Anwesenheit von Touristen gezeigt wird, sondern sind tief im täglichen Leben verwurzelt. Für viele junge Leute bedeutet die Tradition einen authentischen Lebensstil. Die enorme Lebendigkeit der Tradition kommt besonders in der Musik zum Ausdruck – auf dem Gebiet der „Beskiden Fünf” gibt es über 30 Kapellen und Regionalgruppen, darunter die im In- und Ausland sehr beliebte, mehrmals ausgezeichnete Gruppen: Kinderchor "Równica", Regionalgruppe "Wisła", Regionalgruppe "Istebna", Musikkapelle "Wałasi", Familien-Tanz- und Musikgruppe  "Kotarzanie" oder Regionalgruppe "Klimczok". Viele von diesen Gruppen nutzen in den Arrangements den Klang von traditionellen Instrumenten, z.B.: Okarinas, Pfeifen, Hirtenhörner u.a.

Regionale Trachten gehören bei allen Goralen-Kapellen und Musikgruppen zu untrennbaren Bestandteilen ihrer Kunst. In der Vergangenheit  bestand eine Männertracht aus einer Hose aus weißer Schafwolle, einem Leinhemd, einer roten Weste (bruclik) und einer dunklen Jacke (gunia) – in schwarzer Farbe bei schlesischen Goralen und in brauner Farbe bei Goralen aus Żywiec. Dazu wurden dicke weiße Socken (kopyca) und mit Riemen gebundene Lederschuhe (kierpce) getragen.

Frauen trugen eine Bluse mit kurzen und breiten Ärmeln (kabotek), ein Tuchmieder, einen dunklen faltigen Rock und eine Schürze. Den Kopf einer verheirateten Frau bedeckte eine Haube und ein Tuch. Da die Frauentracht eher bescheiden und schlicht war, trugen reichere Goralen-Frauen lieber die Teschener (polnisch: Cieszyn) Stadttracht oder in Szczyrk – die Goralen-Tracht aus Żywiec. Viele von „Beskiden Fünf”- Bewohnern können bis heute traditionelle Elemente der Goralen-Tracht herstellen (vor allem bruclik, kabotek, kierpce). Mit der Tracht ist auch eine ausgefallene Stickereiart verbunden, so genannte Zopfstickerei, in roter, schwarzer oder brauner Farbe gefertigt: Frauenblusen werden mit Stickerei an Ärmeln und am Dekolleté verziert und Männerhemden – am Ausschnitt, an der Vorderseite oder an den Ärmelenden.

Die Herstellungen von traditionellen Goralen-Trachten oder Instrumenten sind nicht die einzigen alten Handwerksarten, die bis heute auf dem Gebiet der „Beskiden Fünf” erhalten sind. Immer noch werden Holzbohlenhäuser nach den alten Regeln der Baukunst gebaut; es leben noch Handwerker, die echte Schindeln herstellen können. Auch alte Schmiedetechniken werden in Kunstschmiedewerkstätten bewahrt. Es gibt viele Maler und Bildhauer, für die Landschaften, Bräuche und Gestalten aus den Beskiden seit Jahrhunderten eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration sind. Das berühmteste Kunsterzeugnis der Schlesischen Beskiden sind zweifellos die gehäkelten Spitzen aus Koniaków. Ursprünglich waren sie nur an den Hauben, die von verheirateten Frauen getragen wurden. Vom Anfang des 20. Jahrhunderts fing man allerdings an, auch Blusen und Hemde mit Spitzen zu verzieren. Besonders spitzenverzierte Tischdecken und –läufer sowie Bettwäsche haben dieses Handwerk weltweit berühmt gemacht. Spitzen werden meistens aus weißem oder cremefarbigem Garn gehäkelt; einzelne Elemente werden getrennt hergestellt und zuletzt zu einem Ganzen miteinander verbunden. Die Spitzenmuster aus Koniaków – die in jeder Familie von einer Generation an die nächste übergeben werden – bestehen hauptsächlich aus verschiedenen Pflanzenmotiven. Die schönsten Häkelarbeiten kann man natürlich in der Drei-Dörfer-Gemeinde in den Beskiden (Trójwieś Beskidzka) sehen: im Spitzenmuseum - in der Erinnerungsstube von Maria Gwarek oder in der Erinnerungsstube Kamieniarz – Kuboszczyk in Koniaków  und in der Werkstatt einer der heute bekanntesten Häklerinnen – Beata Legierska – in Istebna.

żywa tradycja